• jelenaroelz

Die Tage vor unserer Abreise und Tag 1 in Bangkok

Zwischen Vorfreude und Abschiedsschmerz - bis hin zum ersten Kulturschock (verfasst von Mirco):

Ein paar Worte muss ich noch verlieren zu den Tagen kurz vor unserem Abflug… zunächst wurde unser Flug gestrichen und zwei Tage nach hinten verschoben. Was uns allerdings die Möglichkeit verschaffte, alles ganz in Ruhe zu packen und zu organisieren, und unseren Freunden zum x-ten Mal Lebewohl zu sagen. Womit wir schon beim Thema wären.

Die letzten Wochen waren etwas ganz Besonderes. Um zu verstehen wie es mir dabei geht muss ich ein paar Jahre zurück spulen. Und zwar zu dem Tag, an dem ich Jelli kennengelernt hatte und damit ein Teil von klein Gallien (Hilpoltstein) wurde. Viele viele Rad(R)ausfahrten später hat sich da ein wunderbarer Haufen einzigartiger Persönlichkeiten zusammengefunden, die wir beide sehr vermissen werden. Vermutlich lag es auch ein bisschen an unserer Abreise, dass es die letzten Wochen so viel und so oft geklappt hat mit gemeinsamen Aktivitäten… aber auch unabhängig davon wurde mir in den letzten Wochen tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich bewusst, wie wichtig mir Freunde mittlerweile geworden sind! Und ich bin mir auch jetzt schon sicher, dass mich irgendwann in naher Zukunft ein kleines bisschen das Heimweh plagen wird. Dann ist die Reise hoffentlich immer noch spannend um genug Ablenkung zu bieten!

Apropos spannend… Tag 1 in Bangkok:

Kleiner Adrenalinkick gefällig? Dann kann ich einmal mit dem Fahrrad vom Flughafen quer durch die Stadt nur wärmstens empfehlen!

Einer der seltenen "ruhigen" Momente auf den Straßen Bangkoks.

Angekommen sind wir um 8 Uhr morgens. Auf dem Flughafenvorplatz haben wir erstmal bei 30° und 90% Luftfeuchtigkeit unsere Räder zusammengebaut. Da wäre eigentlich schon das erste kühle und erfrischende Spezi nötig gewesen. Der ein oder andere lächelnde uniformierte Hobbyschrauber hat es sich natürlich nicht nehmen lassen mal nach dem Rechten zu sehen.



Nachdem wir dann nach mehreren Anläufen – auch gegen die Fahrtrichtung- endlich einen Weg aus dem Flughafen gefunden hatten, einem stark befahrenem Highway, konnten wir glücklich zumindest für wenige Meter auf die ‚Bangkoker Sky Lane‘ – einer Rennradrundstrecke um den Flughafen- umsteigen. Dann musste erstmal was zu Futtern her. Glücklicherweise fanden wir direkt an der Radstrecke einige Food-Imbisse und es gabs also erstmal Reis mit Shrimps. Die folgenden 40 km durch die quirlige Innenstadt von Bangkok haben uns sofort und gnadenlos die Hektik und das Chaos der Stadt erfahren lassen. Nachdem wir keine Ahnung hatten welche Wege fahrbar waren, haben wir uns an die größeren, zum Teil 8-spurigen Straßen quer durch die Stadt gehalten um irgendwie vorwärts zu kommen. Das ging erstaunlich gut - so lange man selbstbewusst im Verkehr auftritt und westliche Verkehrs- und Sicherheitsregeln ignoriert. Zwischen unzähligen und wild fahrenden Rollern, Tuktuks, Bussen und Autos bewegten wir uns also unter vielen interessierten Blicken vorwärts. Die vielen Roller ließen einen fast etwas mitschwimmen. Ein bisschen fühlten wir uns wie sie, nur etwas langsamer waren wir unterwegs. Ein Glück, das wir mit dem Fahrrad doch so gut umgehen können. ‚Good luck. Keep left and the rubber down‘ – war die besorgte Aussage eines grinsenden Amerikaners den ich am Straßenrad traf, während Jelli uns kaltes Wasser und Schokoladeneis organisierte.


Irgendwie haben wir die ganze Aktion dann doch unbeschadet überlebt und sind bei Supaporn, unserem Warmshowers.com Kontakt hier in Bangkok am Nachmittag müde und durchgeschwitzt eingelaufen. Warmshowers ist, für alle die es nicht wissen, Couchsurfing für Radreisende. Mein Kumpel Michi, der erst kürzlich von einer über zweijährigen Radreise zurückgekommen war, hatte mir den Kontakt empfohlen und tatsächlich hat Supaporn ein großes Herz für Fahrradreisende.



So hat sie uns ohne ihre Anwesenheit gleich in ihr Haus führen lassen. Wo wir ein eigenes Zimmer und Schlüssel bekommen haben. Damit dann quasi wie daheim wohnen können. Das Zimmer liegt im Obergeschoss und ist luftig gebaut. Allgemein ist das kleine Reihenhaus typisch thailändisch und unterscheidet sich nicht von allen anderen in unserer Straße.



Nach einem kurzen Nickerchen haben wir uns für ein kleines Abendessen noch mal vor die Tür gewagt. Zur Abwechslung gab es Reis mit Shrimps an einem der vielen Straßenstände. Hoffentlich lernen wir demnächst noch ein paar Wörter Thai, dann gibt’s vielleicht auch mal was anderes zum Essen.




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